Poliermaschinen

Nahezu jeder Haushalt in Deutschland verfügt über ein oder mehrere Autos. Eigentlich zu nutzen als reines Fortbewegungsmittel von A nach B sind sie doch ein Prestigeobjekt, eine z.T. große Geldanlage und (vor allen Dingen bei Männern) ein geliebtes Hobby. So ist es nicht verwunderlich, wenn viel Zeit, Muskelkraft, Geld und Hingabe in die Reinigung und Pflege gelegt wird. Neben vielen Pflegemitteln und Reinigungsprodukten kann der Kauf einer Poliermaschine eine sinnvolle Investition sein. Vor deren Anschaffung geben die nachfolgenden Informationen hilfreiche Anregungen, welche Poliergeräte für welchen Nutzertyp geeignet ist. Dabei ist es nicht automatisch nötig, dass die Poliermaschine mit der größten Ausstattung oder Leistung auch für die eigenen Ansprüche gekauft werden muss. Die Poliermaschine, die die eigenen Ansprüche am besten erfüllt, ist das Gerät, dessen Anschaffung am wenigsten bereut wird.

 

Beliebte Poliermaschinen


Ist nur eine Art der Auto Poliermaschine erhältlich?

Nein! Die Arbeitsweise der Auto Poliermaschine unterscheidet sich in zwei wesentlichen Funktionen. Es gibt die Exzenter Poliermaschine und die Rotationspoliermaschine. Unter den Begriffen „Rotation“ und „Exzenter“ verstehen sich die verschiedenen Bewegungsabläufe, mit denen die Maschinen arbeiten.

Hier trennen sich die Leistungen für zwei grundsätzliche Benutzergruppen. Der Anfänger, Gelegenheitspolierer oder der Autofreund, der selbst „laienhaft“ Hand anlegt, wird mit einer Exzenter Poliermaschine bereits optimal ausgerüstet sein. Wer perfekte Ergebnisse wie von einem Profi, erwartet, sollte zur Auto Poliermaschine mit Rotation greifen. Jede für sich hat ihre Besonderheiten und Vorteile, die nachfolgend beschrieben werden.

 

Die Poliermaschine mit Rotation

 

RotationspoliermaschineDas Polierpad, welches die eigentliche Polierarbeit leistet, dreht sich bei dieser Antriebsform um die eigene Achse im Kreis. Dadurch lässt sich bereits in kurzer Zeit relativ viel Lack abtragen. Hier steckt natürlich auch schon die erste Gefahrenquelle für den nicht so versierten Autopfleger. Wer nicht zügig, gleichmäßig und druckgenau arbeitet, trägt mehr Lack ab als für das Aussehen des Fahrzeuges von Vorteil ist. Profis wissen wie und wann die Poliermaschine weiterbewegt werden muss und erzielen dadurch Wunschergebnisse.

Mit dem „richtigem“ Polierpad und der „richtigen“ Politur sind selbst starke Lackdefekte zu beheben. Durch verschieden große und kleine Polierschwämme kann die Intensität der Arbeit der Poliermaschine noch zusätzlich beeinflusst werden. So ist der Polierschwamm mit großem Durchmesser deutlich kraftvoller in der Lackabtragungsleistung als das sanfte kleinere Polierpad.

 

 

Reibung verursacht Wärme und damit evtl. Probleme

 

Poliermaschine HitzeEine weitere Herausforderung bei der Nutzung der Poliermaschine mit Rotation liegt in der sich natürlich ergebenden Wärme, die bei der schnellen Drehbewegung auf der Lackoberfläche entsteht. Was am Oberschenkel unhöflich als „Orangenhaut“ bezeichnet wird, erhält in der Polierersprache den Begriff „Hologramm“. Gemeint sind damit die Schäden, die durch Wärmeentwicklung und aggressive Rotationsbewegung entstehen. Kleinste Risse im Lack brechen und reflektieren das Licht und erscheinen deutlich auffälliger. In sehr ungeübten Händen führt die Poliermaschine mit Rotation also eher zu neuen Problemen als die bisherigen zu entfernen. In den Händen eines „Könners“ erzeugen sie dagegen perfekte Ergebnisse.

 

Die Exzenter Poliermaschine

ExzenterpoliermaschineDie Auto Poliermaschine mit Exzenterantrieb ist dagegen genau richtig für den Einsteiger oder nur gelegentlich selbst Polierenden. Sie ahmt in ihrer Wirkungsweise den Bewegungsablauf der Handpolitur nach. So, wie die eigene Hand in ungleichmäßig kreisenden Bewegungen die Poliermaschine führt, so ist auch hier der erste der beiden Bewegungsabläufe gesteuert. Hinzu kommt die Drehbewegung des Polierpads um die eigene Achse. Erreicht wird der doppelte Effekt durch Zentrifugalkraft oder ein speziell in den Exzenter Poliermaschinen verbautes Zwangsgetriebe. Die 2-fache Drehbewegung der Poliermaschine ist deutlich sanfter und damit weniger wärmeerzeugend als die kräftige Übertragung der Poliermaschinen mit Rotation.

Vorteilhaft bei der Exzenter Poliermaschine ist vor allen Dingen für den Anfänger die einfache und noch etwas unkoordinierte Bedienungsführung. Das daraus resultierende niedrigere Risiko von Hologrammbildungen oder anderen Lackschäden ist genau der richtige Start in die perfekte Auto-Selbstpflege.

Was jedoch bei der Poliertur durch die Exzenter Poliermaschine eher nicht schiefgehen kann, ist gleichzeitig ihr Nachteil. Die gewünschte eigentliche Beseitigung von kleinen Defekten nimmt durch die deutlich geringere Lackabtragungsleistung wesentlich mehr Zeit in Anspruch. Schwerere Probleme, die über normale Polieransprüche hinausgehen, sind mit einer Exzenter Poliermaschine eher nicht zu beheben.

 

Wer greift also zu welcher Auto Poliermaschine?

Poliermaschine FragezeichenWer bereits geübt ist im Umgang mit Poliermaschinen, mit ihren Funktionen und reichlich Auto zum bearbeiten hat, wird mit einer Rotationspoliermaschine problemlos umgehen können. Dann verschwinden selbst schwere Lackschäden und das polierte Fahrzeug erstrahlt im ersten Glanz.

Für Arbeitseinsätze nur wenige Male im Jahr, das Einsparen der Autowäsche mit teurer Politur in einer gewerblichen Waschstraße oder einfach nur der Freude an der eigenen Autopflege ist die Exzenter Poliermaschine optimal. Über die Lernversuche mit der Exzenter Poliermaschine stellt sich nach und nach natürlich Routine ein. Wer dann nicht nur den schönen Glanz auf dem Autolack hervorzaubern, sondern echte Schäden selbst beheben möchte, kann eine Poliermaschine mit Rotation in Erwägung ziehen.

 

 

Gegenüber der mühsamen und zeitraubenden Autopolitur von Hand ist eine Maschine zum polieren ein echter Fortschritt.


Erst waschen, dann polieren!

Poliermaschine Auto polierenZur Vorbereitung der in jedem Fall aufwendigen Politur gehört unbedingt die sorgfältige gründliche Reinigung der Autooberfläche. Kleinste Schmutzpartikelrückstände würden durch die Bewegungen der Polierpads unangenehm in den Lack eingerieben werden, wo sie zusätzliche Kratzer verursachen.

Grundsätzlich ist zu sagen: Eine Autowäsche von Hand ist immer besser als die in einer Waschanlage. Die hier verwendeten Bürsten, Lappen oder dgl. überlaufen unzählige unterschiedliche Fahrzeuge mit ihren verschiedensten Verschmutzungen, die nicht von einem zum nächsten Waschvorgang verlässlich ausgespült werden. Zierelemente oder generell am Fahrzeugäusseren angebrachte Teile werden ebenfalls nicht vollständig von Schmutz gereinigt, welcher dann nachfolgend in den Poliervorgang kommt.

Die Mühe der Autopolitur lohnt sich also nur wirklich, wenn das Auto gründlich von eigener Hand gewaschen werden kann. Da dies in Deutschland aufgrund der Umweltschutzauflagen (giftige Waschsubstanzen oder Ölrückstände z. B. gelangen in das Grundwasser) nicht auf dem eigenen Grundstück gestattet ist, empfiehlt sich der Besuch einer Waschboxenstraße. Dort ist alles vorhanden, was für die perfekte Reinigung benötigt wird. Hochdruckreiniger, Autoshampoo, Wasser (mit verlässlicher Entsorgung) und dazu der eigene Waschhandschuh führen zum ersten Schritt der perfekten Politur.

 

Achten Sie auf die Temperaturen bei dem polieren

Nachfolgend muss das Fahrzeug gut getrocknet werden. Der richtige Tag für eine Autopolitur ist ein Tag mit Temperaturen zwischen 20 °C bis 25 °C nicht in der direkten Sonne, gerne in einer Halle, der Garage oder einem Unterstand. Die später anzuwendende Politur zieht bei höheren Temperaturen zu schnell ein und kann nicht schonend verarbeitet werden.

 

Fahrzeugteile aus Kunststoff abdecken

Als nächstes sind alle Fahrzeugteile, die nicht mit der Autopolitur in Berührung kommen sollen, abzukleben. Hierzu gehören unbedingt die Stoßstange und alle Teile, die aus Kunststoff sind, wie z. B. Beleuchtungs- oder Blinkerglas. Der kleine Zeitaufwand, der hierfür erforderlich wird, ist durch ein durchgängiges Arbeiten mit der Poliermaschine schnell wieder eingeholt.

Das Fahrzeug ist gewaschen, die auszusparenden Teile sind abgeklebt: Es kann die Maschine zum polieren zum Einsatz kommen.

 

Der Poliervorgang

Zum Lieferumfang einer Poliermaschine gehören verschieden große und verschieden komprimierte Polierpads (Schwämme), Polierfell und der Rotations- oder Exzenterteller.

Der gewählte Politurschwamm wird angefeuchtet und auf diesen die Politur aufgetragen. Gearbeitet wird von oben nach unten, d.h. vom Fahrzeugdach über die Motorhaube und Kofferraumklappe zu den Türen. Am Fahrzeugdach bitte nicht vergessen, die Dachreling, die Antenne oder andere Befestigungsschienen abzukleben.

Wieder ist ein weiterer Arbeitsvorgang abgeschlossen auf dem Weg zum frisch polierten Auto. Nun wird noch nachpoliert: Eine frische Polierhaube, optimal ist eine solche aus Lammfell, wird aufgezogen und überschüssige Politurreste verschwinden unter der sanft arbeitenden Poliermaschine. Mit einer langsamen bis mittleren Drehzahl wird dabei das Gerät geführt.

Wer jetzt bereits von seinem Ergebnis begeistert ist und noch einen Schritt weitergehen möchte, verbringt noch etwas zusätzliche Zeit und Energie mit Wachsen. Dies ist eine weitere Möglichkeit, die allerdings auch entfallen kann.

 

Poliermaschine mit Akku oder Kabelverbindung?

 

Angeboten werden im Handel beide Varianten. Die größere Angebotspalette ist bei kabelgebundenen Akku Poliermaschine
Maschinen vorhanden. Wie bei allen anderen Alternativen ist auch hier wieder der eigene Bedarf ausschlaggebend.

Gibt es einen Stromanschluss wo poliert wird? Vielleicht ist das Fahrzeug besonders hoch und eine zusätzliche Kabelverlängerung erschwert den Umgang? Ist das gelegentliche Verändern der Handhaltung aufgrund des Stromanschlusses hinderlich?

Dann ist die Entscheidung für eine Akku Poliermaschine genau richtig. In einem weiter unten zu lesenden Abschnitt wird auf die Wichtigkeit von Laufzeiten, Umdrehungen, Ausstattung und Gewicht einer jeden Poliermaschine näher eingegangen.

Ob die Exzenter Poliermaschine oder eine solche mit Rotationsbewegung stromanschlussgebunden ist, hat keinen Einfluss auf ihre Leistung. Hier ist eher der zeitlich unbegrenzte Einsatz von Vorteil. Auch gibt es keine Wartezeiten für Akkuladungen. Umdrehungszahlen, die für den Erfolg der Politur ausschlaggebend sind, werden mit größeren Unterschieden angeboten. Die Kabellänge sollte mindestens 3 Meter betragen, wenn nicht schon von Anfang an Verlängerungsstücke zum Einsatz kommen sollen, die zudem Stecker und Kupplungen als erschwerende Zusätze aufweisen.

 

 



Was sind die Mindestanforderungen an eine Poliermaschine?

 

Poliermaschine InformationDie Akku Poliermaschine gibt es wahlweise mit einem 12 V oder 18 V Anschluss. Sie benötigt etwa 5 Stunden bis zur Volladung und erreicht dabei eine Laufzeit von ungefähr 120 Minuten. Wer größere Projekte mit einem solchen Gerät angeht, kann noch mit einem zusätzlich zu kaufenden Akku die Arbeitszeit verlängern. Je nachdem, wie stark selbst Druck ausgeübt oder die Umdrehungszahl verändert wurde, ist der Durchschnittswert abweichend. Wie bei den stromgebundenen Polier-Maschinen arbeitet auch das Akku-Gerät im Bereich von bis zu 3.300 U/Min.

Poliermaschinen mit Stromanschluss brauchen ein Kabel. Weniger als 3 Meter hiervon sind unsinnig. Mehr sind ein echter Nutzen und ersparen separate Verlängerungen. Selbst aus dem direkten Stand neben einer Steckdose wird hier ansonsten der Arbeitsradius gerade bis zum Autodach erreicht. Längeres Kabel ist also ein Kaufkriterium, kostet aber auch etwas mehr Geld. Selbst die Ummantelung des Kabels kann zum Problem werden, wenn es reibend über dem Autolack kleine Neuverschmutzungen hinterlässt.


Umdrehungszahlen und Leistung:

Die Umdrehungszahlen variieren zwischen 600 und 3.500 U/Min bei einem Anschlusswert von bis zu 2.400 Watt. Sie sollten unbedingt regulierbar sein, um von sanft und feinfühlig auf kraftvoll und abtragend zu reagieren. Gerade der Beginner oder seltene Nutzer kann sich mit den veränderlichen Umdrehungszahlen an die Arbeitsweise der Poliermaschine wunderbar herantasten.

 

Eigengewicht und Ergonomie:

Über das Eigengewicht jeder Poliermaschine gelangt bereits Druck auf die zu bearbeitende Fläche. Hier schwanken die verschiedensten Modelle zwischen 2,5 kg bis 3,2 kg. Ergonomisch geformte Griffe tragen dabei nicht nur zur sicheren Führung des Poliergerätes bei, sondern entlasten Arme und Schultern nachhaltig bei der doch ermüdenden Tätigkeit. Während des Poliervorganges ist nicht zu unterschätzen, dass die Poliermaschine immer in Bewegung gehalten werden muss, da ansonsten der Lack zu heiss werden kann.

Was spricht für die Anschaffung einer Poliermaschine?

Damit eine Poliermaschine eine lohnende Investition ist, sollte man sie mind. 3 bis 4 mal im Jahr benutzen. Sie ist immer besser als jede Handarbeit. Sie sollte allerdings aufgrund ihrer Leistung und Ausstattung auch nicht unter 100 Euro im Anschaffungspreis liegen.

Welche Ausstattung ist nötig und sinnvoll? Genügt ein Einzelgerät oder lohnt sich ein umfangreiches Set? Benötigt werden in jedem Fall Polierschwämme in unterschiedlichen Festigkeiten und Größen. Dazu kommt mindestens ein Polierfell, am besten aus Lammfell. Damit die Teile nicht gleich zu den Wegwerfprodukten zählen, sollten sie waschbar, d.h. mehrfach einsetzbar sein. Wie wird das Poliergerät zwischen ihren jeweiligen Einsätzen aufbewahrt? Ohne Verpackung oder in einem stabilen Koffer? Können die Führungsgriffe am Gerät verbleiben oder müssen sie immer wieder abgeschraubt werden? Sind die Polierteile am Bewegungsteller mittels Gummizug oder einer Klettverbindung zu befestigen?

 

Bedenken Sie Ihre Kaufentscheidung

Es zahlt sich sicherlich aus, in Ruhe über den Kauf einer Poliermaschine nachzudenken. Die professionelle Wagenpflege hat verdientermaßen ihren Preis, erspart dabei sehr viel Zeit und bietet ein perfektes Ergebnis. Gerade Ecken und Kanten an Aussenspiegeln, der Antenne, Handgriffen, dem Markensymbol oder der Dachreling sind schneller Beschädigungen zugefügt als der ungeübte Nutzer verhindern kann. Hier sind immer die Tipps und Ratschläge der Hersteller hilfreich im Benutzerhandbuch zu beachten.

Wer jedoch erst einmal den Umgang mit den Poliermaschinen beherrscht, kann sein Arbeitsfeld kostensparend erweitern. Das Motorrad oder ein Boot sind ebenfalls Objekte für Polierglanz.

Bei einer Profi Poliermaschine, wie sie z. B. das Rotationsgerät ist, lassen sich auch zahlreiche Zusatzpads ansetzen, die dem Heimwerker und Hobbybastler perfekte Dienste leisten. Schmirgelpapier unterschiedlichster Körnung schleifen alte Türlacke ab. Auch kann man damit Gartenmöbel aus Holz nach Jahren wieder elegantes Aussehen verleihen, wenn man sie von alten Lackschichten und kleinen Blessuren befreit und anschließend neu lackiert.


 

Auto Poliermaschine spart Geld

Fazit:

In der Summe ihrer Vorteile ist eine Poliermaschine eine lohnende Investition. Denn ein solches Gerät erspart unter anderem auch so manche kostspielige Neuanschaffung.